Mi Colombia – Hoyo Soplador

Hallo liebe Lebensmaler ­čÖé

Am Mittwoch, den 13.02., machte ich mich gut eingecremt gleich morgens auf den Weg zur s├╝dlichen Spitze der Insel. Laut meines Reisef├╝hrers sollte dort bei idealen Wind- und Wasserkonditionen ein tolles Naturschauspiel stattfinden, das ich mir nicht entgehen lassen wollte.

Ich hatte in meinen Rucksack allerlei n├╝tzliche Dinge gepackt, wie ein Handtuch, etwas zu trinken und nat├╝rlich noch mehr Sonnencreme ­čśë So bepackt stieg ich also die Stufen des Hostels hinunter und schlenderte durch die Stra├čen bis an die Carretera Circunvalar, die Stra├če, die einmal um die Insel herumf├╝hrt. Dort wartete ich geduldig auf den Bus, der mich f├╝r 2500COP (~80 Cent) zu meinem Ziel bringen sollte.

PalmeMeer

Das Meer ist nicht weit …

Die Fahrt an sich war schon toll: nachdem wir die H├Ąuser und Hotelanlagen hinter uns gelassen hatten, trennte nur noch ein d├╝nner Streifen Strand die Stra├če vom Meer. Da es gerade 8.30h war, war auch die Hitze noch nicht so unaushaltbar, wie sie sp├Ąter unweigerlich werden sollte f├╝r mich. Es war wirklich eine einmalige Aussicht auf das k├╝hle Nass, die Inseln, die weiter drau├čen vor der K├╝ste lagen, und die Palmen, die etwas Schatten spendeten.┬á Auch die Durchfahrt durch das laut Reisef├╝hrer “verarmte” ├ľrtchen San Luis war f├╝r mich spannend, denn ich liebe diese kleinen Orte, die nicht so touristisch zurechtgemacht sind. Ich habe mich sattgesehen, aber keine Fotos gemacht. Dann kamen wir noch an ein paar Strandbars vorbei, die etwas verloren in der hellen Morgensonne wirkten, und ziemlich schnell waren wir dann auch schon da: der Busfahrer sprach mich an, wie ich ihn gebeten hatte und erkl├Ąrte, wie ich gehen m├╝sste – eine Frau unterbrach ihn und sagte, sie w├╝rde mich direkt mitnehmen.

Ich lief hinter ihr her, w├Ąhrend sie mir etwas erz├Ąhlte, an das ich mich nicht erinnere. Durch eine Passage, die links von noch geschlossenen Shops und rechts von einer ├╝berdachten Fl├Ąche mit St├╝hlen und Tischen ges├Ąumt war, kamen wir direkt auf die freie Fl├Ąche, wo der Hoyo Soplador, das “Luftloch” der Insel, lag. hoyo bedeutet “Loch” und soplador “blasend”, und vielleicht k├Ânnen sich nun einige denken, was das Naturschauspiel ist ­čśë Wenn die Gezeiten mitspielen, der Wind ordentlich Kraft hat und in die richtige Richtung weht, dann wird das Meer durch eine schmale Felsspalte in der K├╝ste getrieben und mit einer enormen Kraft durch ein Loch in der Korallenformation gedr├╝ckt, sodass eine etwa 20 Meter hohe Font├Ąne alles in unmittelbarer N├Ąhe umpustet und nass spritzt.

Die Frau verschwand in einer der Bars, die u-f├Ârmig um den Soplador lagen, und ich schaute mich um.┬á Es war, wie gesagt, noch ruhig und entspannt, sodass ich den Ort auf mich wirken lassen konnte und noch etwas f├╝r mich hatte, bevor die Massen an Touristen herbeistr├Âmen sollten. Die Passage ist im zweiten Bild am ├Ąu├čeren linken Rand zu erkennen. Ich habe es dieses Mal sogar geschafft, ein Video hochzuladen!

*

Es dauerte nicht lange, da kamen auch schon die ersten Busladungen an Touristen, die Shops wurden ge├Âffnet und mit ihren Artikeln dekoriert und so langsam verwandelte sich alles in den bunten Partybasar, den mein Reisef├╝hrer mir ausgemalt hatte. Obwohl es erst kurz nach 9.00h war, fand ich es schon warm genug und wagte mich im Bikini an das Loch heran, um die Kraft des Windes und des Wassers auf der eigenen Haut zu sp├╝ren, solange ich noch genug Platz dazu hatte. Mir kam es ganz gelegen, dass nicht so viele Leute da waren, denn so sehr ich mich auch an das Angaffen im bekleideten Zustand gew├Âhnt habe, so unangenehm ist es mir im Bikini. Nachdem ich nass und angepustet genug war, g├Ânnte ich mir zu einem stolzen Preis eine Kokosnuss, deren Saft ich genoss und die ich dann ├Âffnen lie├č, damit ich auch noch das Fruchtfleisch essen konnte.

Ich lernte w├Ąhrend des Genusses der Kokosnuss eine kolumbianische Familie kennen, die im Folgenden Fotos von und mit mir machte, die mich direkt nochmal mit an das Pusteloch schleppte und mit deren Oberhaupt Hector ich dann Handynummern austauschte, damit wir uns die Bilder schicken konnten. Sp├Ąter mussten sie dann weiter, ihr Bus fuhr ab, und ich hatte wieder meine Ruhe. Ich machte die Bekanntschaft des jungen Bartenders, dessen Namen ich aber sch├Ąndlicherweise nicht mehr wei├č, und wir quatschten ein paar Minuten auf Spanisch. Schlie├člich durfte ich sogar mal hinter seine Bar und mir die Umgebung aus seiner Perspektive betrachten. Ich redete auch nochmal mit der Frau, die mich am Morgen mitgenommen hatte – leider ist mir auch ihr Name entfallen, aber die Chance, dass sie Maria hie├č, ist ziemlich gro├č.

Um kurz nach 10h dann gab es nur noch Horden an Touristen zu bestaunen, die sich um den Hoyo Soplador dr├Ąngten wie Vieh um den Wassertrog, und ich war wieder soweit getrocknet, dass ich in meine Kleidung schl├╝pfen konnte. Ich betrachtete noch einmal das Meer, verabschiedete mich von meinen “Freunden” (“siempre a la orden”) und schoss ein paar letzte Fotos.

Dann schlenderte ich zwischen den H├╝tten durch zur Stra├če und marschierte ein paar Meter weiter an dieser entlang, neugierig, was es hier so au├čer der offensichtlichen Attraktion noch zu sehen geben m├Âge. Ich gelangte an einen richtig sch├Ânen, ruhigen Strand mit hellen, weichen K├Ârnern und fand diese Atmosph├Ąre wirklich sehr angenehm. Ich schaute mich noch etwas um und schlenderte dann zur├╝ck zum Soplador, um von dort den Bus zu nehmen, der mich 1x um die Insel fahren und zur├╝ck zum Ausgangspunkt dieses kleinen Abenteuers bringen sollte.

Ich kam p├╝nktlich zur Mittagszeit wieder im Hostel an und war hungrig. Total hungrig. Die Sonne, die Planscherei … mein Magen knurrte. Ich duschte mich ab, cremte mich ein und wollte mich dann ans Kochen machen – Nudeln ├á la Backpacker, feinste Weltenbummlerkost eben. Aber mein k├╝chenmeisterlicher Plan lie├č sich nicht durchf├╝hren, da die Gasflasche f├╝r den Herd sich nicht ├Âffnen/anschlie├čen lie├č. Ich schrieb Roldan, dem Besitzer des Hostels, ├╝ber WhatsApp, bekam aber keine Antwort, ich rief ihn mehrmals an … und stand immer noch ohne Essen da, als er schlie├člich grinsend die Treppe hochkam und einfach nur etwas anders verst├Âpselte, als es verst├Âpselt war. Ich verdrehte nur die Augen und machte mich ans Kochen.
Den Rest des Nachmittags verbrachte ich in Ruhe auf der Dachterasse des Hostels, mal an den Tischen, mal in der H├Ąngematte. Es existieren keine Fotos, die andere Aktivit├Ąten vermuten lassen und ich erinnere mich nicht mehr genau.

Ich bl├Ątterte aber wohl weiter durch meinen Reisef├╝hrer, schaute auf meine San Andr├ęs-Liste und plante den n├Ąchsten Tag. Ich wollte gerne einen Ausflug zur ber├╝hmtesten kleinen Insel vor San Andr├ęs machen: “Johnny Cay Regional Park” habe die sch├Ânsten und wei├česten Str├Ąnde ├╝berhaupt und man solle sich dies nicht entgehen lassen, riet mein Reisef├╝hrer. Ich tauschte mich aus mit den anderen G├Ąsten, die nach und nach wiederkamen, und es stellte sich heraus, dass Jimmy, der Mann, der an meinem ersten Tag Roldan f├╝r mich angerufen hatte, gerade mit seiner Familie auf Johnny Cay gewesen war. Er w├Ąhlte die Nummer des Freundes, der den Ausflug f├╝r ihn organisiert hatte und hielt mir das Telefon hin. Auf Spanisch verst├Ąndigten der Freund und ich uns und er unterbreitete mir die verschiedenen Kombi-M├Âglichkeiten. Alles erschien mir sehr teuer, sodass ich mich f├╝r die g├╝nstigste Variante entschied, woraufhin der Freund mir schlie├člich ein Angebot zu einem niedrigeren Preis machte, denn er wollte “dass eine junge Deutsche die Insel genie├čen k├Ânne”. Das fand ich wirklich lieb, obwohl ich glaube, dass er immer noch genug an mir verdienen w├╝rde. Wir machten aus, dass er mich am n├Ąchsten Morgen abholen w├╝rde und ich gab Jimmy sein Telefon wieder.

reefshoesIm Reisef├╝hrer wurde erw├Ąhnt, “reef shoes” w├Ąren n├Âtig f├╝r den Besuch der Insel. Das sind Slipper, die man im Wasser anzieht, wenn man ├╝ber spitze Steine, Riffe oder andere harte Untergr├╝nde nicht barfu├č gehen kann oder m├Âchte. Ich h├Ątte mir extra noch welche kaufen m├╝ssen, und da wir eh die gleiche Gr├Â├če hatten, war Jimmy so lieb, mir seine auszuleihen. Einen Hut mit breiter Krempe hatte ich mir wohl schon gekauft, denn der, den ich hatte, sch├╝tze weder im Nacken noch im Gesicht besonders gut.

Ich verbrachte den Abend mit der Planung und ging zeitig ins Bett, um am n├Ąchsten Tag fit zu sein. Manchmal ist es schon erstaunlich, wie sich alles f├╝gt! ­čÖé

Was ich w├Ąhrend des Ausflugs am n├Ąchsten Tag erleben w├╝rde, erfahrt ihr im n├Ąchsten Post! ­čÖé

Un abrazo!
Katha

 

 

 

 

 

DIY – Hufeisen Traumf├Ąnger

Hallo liebe Lebensmaler!

Meine Schwester ist ein richtiges Pferdem├Ądchen und ich habe mich dazu entschlossen, ihr dieses Jahr “etwas mit Hufeisen” zu schenken. Bei meinen Streifz├╝gen durchs Internet entdeckte ich ein Tramf├Ąnger-Hufeisen und wusste, so etwas ├Ąhnliches m├Âchte ich ihr schenken.

Ich organisierte ├╝ber Tauschgruppen auf facebook und ├╝ber das Nachbarschaftsportal nebenan.de ein paar Eisen … und dann lag alles ein paar Wochen herum bei mir. Bis gestern. Und dann merkte ich last minute, dass ich eine Drahtb├╝rste brauchte. Mist. Zum Gl├╝ck gibt’s nebenan.de! Eine liebe Nachbarin lieh mir ihre Drahtb├╝rste und es konnte losgehen!

Hufeisencollage

Ihr braucht:               |  1-2 Tage  |

* Gef├Ą├če passend f├╝r je ein Hufeisen
* Cola
* Drahtb├╝rste
* altes Handtuch
* Spr├╝hlack in der Farbe eurer Wahl (entweder aus dem Bastelladen oder Baumarkt)
* alte Zeitungen
* Verziermaterial, z.B. Glitzer, Perlen, Federn, B├Ąndern … ich habe benutzt: Glitzer, Faden, Perlen, Kork
* Nadeln, Bleistift, Schere
* ein scharfes K├╝chenmesser und ein Schneidebrett

Und so geht’s:

Zuerst habe ich die Hufeisen ├╝ber Nacht in Cola (Billig-Cola tut es!) eingeweicht, da sie wirklich voll Rost und Dreck waren. Die in der Cola enthaltene Phospors├Ąure reagiert mit dem Rost und l├Âst ihn. Am n├Ąchsten Morgen habe ich dann mit der Drahtb├╝rste ordentlich drauflosgeschrubbt – erst im Waschbecken, aber dann habe ich ganz schnell in eine gro├če Plastikwanne gewechselt, damit mein Waschbecker keine dauerhaften Sch├Ąden nimmt; es braucht viel Kraftaufwand! Ich habe nicht alles an Dreck und Rost abbekommen, denn auch mit der Drahtb├╝rste erreicht man nicht alle Stellen, doch ein Unterschied war ganz deutlich zu sehen. Wer mag, gibt noch ein bi├čchen Waschpulver oder -fl├╝ssigkeit hinzu.

Danach habe ich die Eisen gr├╝ndlichst abgetrocknet und bin hinunter in den Hof gegangen, um sie zu bespr├╝hen. Es ist wichtig, dies an der frischen Luft zu tun, da einem die Farbe sonst die Sinne benebelt und es eine Sauerei werden kann. Ich habe einen alten Karton mit alten Zeitungen ausgelegt und erst die Eisen-R├╝ckseite mit schwarzem Lack bespr├╝ht und trocknen lassen und mich dann an die andere Seite gemacht. Hier m├╝sst ihr auf die Angaben auf der Spr├╝hflasche schauen, die Zeiten zum Trocknen variieren n├Ąmlich von Lack zu Lack. Auf die Vorderseite habe ich direkt nach dem Spr├╝hen Glitzer gegeben, sodass dieser gleich mit antrocknet. Im besten Falle sollte nach dem Trocknen noch Klarlack zum “Versiegeln” daraufgespr├╝ht werden, aber den hatte ich nicht da und es geht auch ohne.

Dann habe ich mir ├╝berlegt, dass ich gerne Perlen zum Verzieren benutzen m├Âchte und kurzerhand die gelben und roten Perlen, die ich noch in meiner Bastelkiste gefunden habe, auch schwarz angespr├╝ht und mit Glitzer best├Ąubt. Dazu habe ich sie aufgef├Ądelt, die Wand mit Papier abgeklebt und schon konnte es losgehen. Dann habe ich sie zum Trocknen auf die Leine geh├Ąngt und mich erstmal mit dem Traumf├Ąngernetz besch├Ąftigt.

Die Anleitung habe ich ebenfalls online gefunden und sie ist wirklich sehr einfach. Ein paar Abwandlungen musste ich vornehmen, weil das Hufeisen eben nicht rund ist, aber das ist ├╝berhaupt kein Problem. Lest euch erstmal die Vorgehensweise durch:

Hier gelangt ihr zur Anleitung!

Ich habe f├╝r mein Eisen einen ca. 2m langen Faden gebraucht. Es ist einfacher, wenn ihr den Faden mit einer Stopfnadel um das Eisen bzw. um sich selbst windet, denn sp├Ątestens in der Mitte wird es Fisselarbeit – ich verspreche euch aber, es ist viel einfacher, als es auf den ersten Blickt scheint! Die Perlen k├Ânnt ihr einfach mit auf die Schnur f├Ądeln.
Das Hufeisen habe ich nicht in 10 Teile geteilt, sondern einfach nach Augenma├č geschaut, wie die Abst├Ąnde in etwa gleich sind. Den gro├čen Abstand oben h├Ątte ich in der zweiten Runde ausgleichen k├Ânnen, indem ich zwei Knoten auf die eine lange Schnur gemacht h├Ątte, aber das wollte ich gar nicht und ich finde, es st├Ârt sp├Ąter auch nicht sehr in der Optik.
Mein Tipp f├╝r alle Katzenhalter: setzt diesen Teil in einer ungest├Ârten, unbeobachteten Minute um, sonst ist eure Samtpfote schnell versucht, euch zu “helfen”. Lilly hat alles genauestens beobachten und das ein oder andere Mal zugelangt.

HufeisenNetz

Als das Netz fertig war (wie gesagt, schneller als gedacht), habe ich mich an die Au├čendeko gesetzt. Ich wollte keine Federn, sondern habe mich f├╝r einen schlichten Stern entschieden. Das Pflegepferd meiner Schwester musste vor ein paar Jahren eingeschl├Ąftert werden und dieser Stern soll den “Pferdestern” im Himmel repr├Ąsentieren. Ich habe auf einen Korkuntersetzer, den ich ebenfalls aus meiner Bastelkiste gefischt habe, einen Stern skizziert und diesen dann mit einem scharfen K├╝chenmesser ausgeschnitten. Mir ist ein Zacken abgebrochen, den ich aber mit Hei├čkleber wieder ankleben konnte. Den Stern habe ich dann auch beidseitig bespr├╝ht und mit Glitzer best├Ąubt. Zuerst habe ich ihn mittig ans Hufeisen gebunden, fand das aber nicht so sch├Ân, sodass ich dann an zwei Zacken einen d├╝nnen Faden durchgef├Ądelt habe und diesen wiederum durch die zwei untersten L├Âcher des Hufeisens gebunden habe. Und schon ist es fertig!

Au├čer dem schwarz-glitzernden Eisen habe ich noch ein zweites Eisen vorbereitet und mit goldenem Lack bespr├╝ht. Dieses Eisen habe ich teils mit rotem Faden umwickelt und f├╝r die Mitte keinen Tr├Ąumf├Ąnger gewebt, sondern ein schlichtes Herz aus Kork ausgeschnitten und dieses mit dem gleichen Faden befestigt. Dazu habe ich mir wieder die L├Âcher des Hufeisens zu Nutze gemacht.

Ich finde, dieses Eisen macht sich besonders sch├Ân an einer schlichten Wand und ich w├╝rde es am liebsten selbst behalten! Aber nein, ich habe es bereits eingepackt, mit Geschenkpapier umwickelt und dem Namen meiner Schwester versehen. Ein paar Eisen habe ich ja noch hier liegen, mal schauen, was mir dazu noch einf├Ąllt ­čÖé Ich hoffe, euch hat dieses Projekt gefallen, denn es hat mir ganz besonders viel Spa├č gemacht.

Der Fantasie und den Materialien sind ja keine Grenzen gesetzt, als kann man sich nach Lust und Laune austoben. Ich habe schon ein paar Ideen f├╝r die n├Ąchsten Eisen … Aber erstmal darf jetzt Weihnachten kommen. Genie├čt die Festtage friedlich und besinnlich.

Eure Katha

 

DIY – Alkohol mal anders schenken

Hallo liebe Lebensmaler,

es geht rasant in den Endspurt vor Weihnachten und m├Âglicherweise gehen euch die Ideen aus. Die folgende ist nicht nur geeignet f├╝r Weihnachten, sondern f├╝r alle m├Âglichen Ereignisse: Geburtstage, Hochzeiten, Abendeinladungen, Jubil├Ąen oder auch einfach zwischendurch mal. Aber vor allem ist sie schnell umgesetzt und zu 100% dem den Anlass anzupassen.

Flasche6

Ihr braucht:            |  20 Minuten |

* eine Glasflasche des Getr├Ąnks eurer Wahl
* Acryl-Lack (Bastelladen) oder Spr├╝hlack (Baumarkt) in der Farbe eurer Wahl
* Hei├čklebepistole
* alte Zeitungen zum Unterlegen
* eventuell Kleber und Glitzer oder andere Utensilien zum Verzieren

Und so geht’s:

Zun├Ąchst legt bitte eure Arbeitsfl├Ąche mit dem Zeitungspapier aus und schlie├čt dann die Hei├čklebepistole an, sodass diese genug Zeit hat, warum zu werden. Dann holt eure Glasflasche hervor: ich habe mich f├╝r ein alkoholfreies Getr├Ąnk entschieden, das ich bei Hema gekauft habe. Auf diese Flasche k├Ânnt ihr gleich mit dem Hei├čkleber die Botschaft eurer Wahl schreiben, ob “Frohes Fest”, “ÔÖí-lichen Gl├╝ckwunsch” oder einfach “Danke” – das ist eurer Fantasie keine Grenze gesetzt. Achtet nur darauf, dass genug Platz ist auf der Flasche. Ich habe mich f├╝r die aufmunternden Worte “Alles wird gut” entschieden, denn diese Flasche ist f├╝r eine Freundin gedacht, die ein ziemlich bewegtes und emotional auslaugendes Jahr hinter sich hat.

Nachdem die Kleberbuchstaben getrocknet und der Pistolen-Stecker gezogen war, ging ich an die frische Luft, um die Flasche mit Lack zu bespr├╝hen. Bitte tut dies nicht im Haus/in der Wohnung, da das erstens eine ganz sch├Âne Schweinerei werden kann und zweitens das Zeug ziemlich stinkt und sich drau├čen besser verfl├╝chtigt. Auch den Boden drau├čen mit Zeitungen auslegen und diese bei Wind gegebenenfalls mit Steinen an den Ecken befestigen, die Dose ordentlich sch├╝tteln und dann losspr├╝hen. Achtet genau auf die Angaben auf der Lackdose, manche Lacke brauchen l├Ąnger zum Trocknen, andere nur kurze Zeit.

Ich hatte mich f├╝r Silber entschieden, denn der Deckel der Dose hatte so einen schicken Metallglanz, aber leider war das Ergebnis dann ein ziemlich entt├Ąuschendes mattes Grau. Kurzerhand habe ich dann nochmal mit Schwarz dr├╝bergespr├╝ht und war gl├╝cklicherweise zufrieden ­čÖé Ich hatte vorher mit der Freundin gesprochen und unauff├Ąllig nach den Deko-Farben ihrer Wohnung gefragt, sodass ich nach dem Trocknen des Lackes nun mit Kleber und gr├╝nem Glitzer ans Werk ging. Da ich als Erzieherin Zugang zu Stanzern habe, habe ich noch ein paar gr├╝ne Sterne ausgestanzt und diese dann auf die Flasche geklebt und auch die schlichte Tasche damit verziert, in der ich die Flasche verschenkt habe.

Und das war es auch schon! Wer mag, kann ja noch eine Schleife um den Flaschenhals binden oder sie aufwendig einpacken, S├╝├čigkeiten hinzugeben oder oder oder ­čÖé Dieses Geschenk ist jedenfalls schnell, einfach und super personalisierbar.

Flasche5

Ich w├╝nsche euch weiterhin eine besinnliche Vorweihnachtszeit und Zeit f├╝r das Wesentliche: die Menschen und die Liebe zwischen ihnen.

Eure Katha

DIY – Kreative K├╝chenutensilien

Hallo ihr Lieben!

Jetzt, da uns nur noch wenige Tage von Weihnachten trennen, kann es unter Umst├Ąnden passieren, dass der ein oder andere in Schenk-Stress ger├Ąt, weil dieses eine Geschenk f├╝r diese eine Person noch fehlt. Da habe ich hier eine einfache und gleichzeitig schicke Idee: eine kleine Aufmerksamkeit f├╝r eifrige K├Âche oder emsige K├╝chenfeen, die ihre Utensilien in der Weihnachtsb├Ąckerei ├╝berstrapaziert haben!

Handschuh2

 

Ich habe geschenkt:

* Ofenhandschuh
* Schneebesen, Pfannenwender, Teigschaber
* Geschirrtuch
* S├╝├čigkeiten
* Mikrowellen-/Tassenkuchen

Kostenpunkt:┬á insgesamt 25ÔéČ

Und so geht’s:

Ich kaufte im 1ÔéČ-Laden ein paar S├╝├čigkeiten und habe dann bei Hema (offline in der Filiale) nach K├╝chenutensilien Ausschau gehalten und bin zufriedenstellend f├╝ndig geworden. Den Pfannenwender hatte ich noch von meinem letzten DIY-Geschenk. Ich wollte auch diesen gravieren lassen und h├Ątte am liebsten noch eine Suppenkelle gekauft, aber mir fiel einfach kein witziger Spruch ein, den ich auf den Griff h├Ątte gravieren lassen k├Ânnen. Auch f├╝r den Schaber fiel mir nichts ein – ich dachte erst an “Schaber-nack”, aber so richtig gut fand ich das nicht, also lie├č ich es sein.

Xmas_Material

Ich habe bei Nanu-Nana (ebenfalls im Laden) ein paar T├╝ten mit Tassenkuchen f├╝r die Mikrowelle gefunden und habe mich kurzerhand entschieden, diese mitzunehmen als kleine Verzierung. Ich huschte auf den Weihnachtsmarkt zum Gravierer lie├č den Pfannenwender verzieren mit: “Du kochst pfann-tastisch!”, und dann ging es nach Hause. Dort holte ich alles aus meinem Rucksack und begann mit der Vorbereitung der T├╝tchen: zur Sicherheit habe ich sie zusammengetackert, noch ein kleines Herz ausgeschnitten “”Wenn es mal schneller gehen soll …”) und ├╝ber die Tackernadel geklebt. Fertig sind Teil 1 und 2.

Als n├Ąchstes habe ich mich um den Quirl/Schneebesen gek├╝mmert: theoretisch sollte es so funktionieren, dass ich die Bonbons in eine Sch├╝ssel f├╝lle, den Schneebesen darin drehe und die S├╝├čigkeiten h├Ąngenbleiben. Hat nicht funktioniert. Also habe ich jedes Bonbon einzeln zwischen die St├Ąbe geschoben, dann Cellophan-Papier in meinen Messbecher gesteckt und den Quirl darin versenkt. So fallen die Bonbons nicht raus ­čÖé Noch eine schicke Schleife drum und fertig ist Teil 3. Jetzt fehlte nur noch das Handtuch, das ich auseinanderfaltete und zusammenrollte. Tesafilm hielt es zusammen, bis ich mit einem Weihnachtsgeschenkband endlich eine zufriedenstellende Schleife gebunden hatte. Damit war auch Teil 4 fertig!

Ich holte den Handschuh hervor und arrangierte alles darin, angefangen mit dem Quirl und geendet mit den T├╝tchen, die ich hinten hineinschob. Dann schob ich mit Hilfe eines Bleistiftes noch ein St├╝ck Geschenkband durch die Handtuchrolle und befestigte diese quer ├╝ber dem Ofenhandschuh. Und fertig ist das K├╝chenpr├Ąsent!

Xmas_Handschuhefertig

Diese Idee l├Ąsst sich noch endlos ausschm├╝cken: der Handschuh oder das Handtuch k├Ânnten mit Namen oder Spr├╝chen verziert werden (einfach beim Schneider fragen), sie k├Ânnten selbst bedruckt werden (Stempel und Farbe gibt’s z.B. bei idee), es k├Ânnten Keksausstecher, Kuchenpinsel oder andere Back- bzw. K├╝chenutensilien hinzugef├╝gt werden, ein besonders leckeres Rezept f├╝r Kekse oder ein Gericht beigelegt werden sowie die Zutaten daf├╝r … Mir fallen noch viele Dinge ein, angepasst an die Zeitnot und das Budget des Schenkenden.┬á Vielleicht habt ihr ja auch lustige Geistesblitze, was man auf eine Suppenkelle oder den Spatel/Schaber gravieren lassen k├Ânnte? Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Ich w├╝nsche euch eine frohe, besinnliche Adventszeit und hoffe, ihr vergesst nicht, dass nicht die Menge, Gr├Â├če oder der Preis der Geschenke z├Ąhlt, sondern die Liebe, mit der sie ausgesucht worden und dass ja eigentlich ├╝berhaupt das gr├Â├čte Geschenk die Liebe zwischen den Menschen ist, mit denen man Weihnachten (und den Rest des Jahres nat├╝rlich) sein Leben und seinen Alltag teilt.

Eine feste Umarmung von
Katha

 

 

DIY – Ein “pfann-tastisches” Geschenk

Hallo ihr Lieben ­čÖé

Ich m├Âchte euch heute ein kleines Geschenk vorstellen, das ich f├╝r das Wichteln auf der Arbeit ersonnen habe. Es ist nicht kompliziert, nicht besonders teuer und zaubert dem Beschenkten bestimmt ein L├Ącheln auf’s Gesicht.

Pfannenwender4

Die Idee, einen Alltagsgegenstand zu etwas Besonderem zu machen, habe ich von meiner besten Freundin. Sie hat mir mal einen Pfannenwender geschenkt, auf dem ein wundervoller Spruch stand: “Egal, wie man es dreht und wendet” auf der einen, und “du bist wundervoll!” auf der anderen Seite. Diese Idee habe ich mitgenommen auf meinen Stadtbummel zum Wichtelgeschenke-Kaufen.

Auf vielen Weihnachtsm├Ąrkten kann man Holzbrettchen oder Lederschl├╝sselringe mit Namen oder Bildchen verzieren lassen – einen solchen Stand suchte ich auf und fragte den Herren dort, ob er auch Pfannenwender h├Ątte. Leider verneinte er dies, bejahte aber, f├╝r 2ÔéČ pro Wort auch nicht bei ihm gekaufte Gegenst├Ąnde zu gravieren.

Ich musste mir also einen anderen Spruch ├╝berlegen, denn der meiner besten Freundin ├╝berstieg mit seinen 10 Worten das Budget. W├Ąhrend ich nachdachte, schaute ich in verschiedene L├Ąden und wurde schlie├člich bei Hema f├╝ndig: ein Kochl├Âffelset f├╝r 1.50ÔéČ war genau das, was ich suchte. Ich ging zur├╝ck zum Stand und durfte sogar in meiner eigenen Schrift den Satz, den ich mir ├╝berlegt hatte, mit Bleistift auf den Stiel des Pfannenwenders schreiben: “Du bist pfann-tastisch!”

Pfannenwender1

Kurzer Kassensturz:
* Pfannenwenderset 1.50ÔéČ
* Gravur 8ÔéČ (pfann-tastisch z├Ąhlte der Mann als zwei Worte)

Ich kaufte noch ein paar S├╝├čigkeiten und machte ich dann auf den Weg nach Hause. Dort suchte ich Bastelkarton zusammen und umrandete mit Bleistift zwei Teller, aus denen ich eine Pfanne f├╝r den pfann-tastischen Wender basteln wollte: schwarz f├╝r den Rand, grau f├╝r den Boden. Das klebte ich dann zusammen; f├╝r den Henkel schnitt ich ein kleines graues Viereck aus und umrandete auf der schwarzen Pappe den Pfannenwender mit Bleistift. Schnipp, schnapp! – schnell angeklebt – und fertig war die Pfanne! Ich schnitt zur Sicherheit noch einen schwarzen Kreis in der Gr├Â├če des kleineren Tellers aus und verst├Ąrkte damit die gro├če schwarze Pappe von unten …

… denn jetzt w├╝rde ich die Pfanne noch f├╝llen! Den Pfannenwender band ich mit einen sch├Ânen Band am Henkel der Pfanne fest (hatte noch ein Loch hineingeschnitten) und dann band ich auch die Bonbons am dicken Ende fest. Tadaa! Fertig ist das einfache, g├╝nstige und originelle Geschenk!

Das ist sicherlich eine gute Option f├╝r einen kleinen Geldbeutel, f├╝r diejenigen, die gerne Originelles oder Selbstgemachtes schenken, f├╝r zu Beschenkende, die viel in der K├╝che stehen (oder stehen sollten ­čśë┬á und f├╝r last-minute-Geschenknotf├Ąlle.

Was haltet ihr von der Idee? Fallen euch noch andere Spr├╝che oder Worte ein, die man gravieren k├Ânnte?

Eine wundervolle Vorweihnachtszeit w├╝nscht euch
Katharina

DIY – Personalisierte Flaschen

Hallo ihr Lieben!

Endlich melde ich mich mal zur├╝ck mit einem neuen DIY-Post! Ich habe ├╝berlegt, meinen Nachhilfesch├╝lerinnen etwas zu Weihnachten zu schenken, da ich sie beide wirklich gern habe. Am liebsten wollte ich ihnen etwas Selbstgemachtes schenken, das auch eine Funktion hat und nicht nur herumsteht. Bei einem kleinen Stadtbummel habe ich g├╝nstige Trinkflaschen (1ÔéČ) gefunden, die ich nun mit dem Anfangsbuchstaben der jeweiligen Sch├╝lerin versehen m├Âchte. Beide trinken n├Ąmlich zu wenig und ich hoffe, sie damit etwas zu animieren.

Flaschen5

Ihr braucht:                      |    ca. 20 Minuten

* Gef├Ą├če eurer Wahl
* Spr├╝hfarbe (Acryl in der Farbe eurer Wahl)
* Papier, Bleistift, Lineal, Nagelschere, Tesa, ggfs. Kleber
* alte Zeitungen

Und so geht’s:

Ich habe zun├Ąchst ein A4-Papier geteilt und durch um-die-Flaschen-Legen die Fl├Ąche eingekreist, wo der Buchstabe hingeh├Ârt und wie gro├č er in etwa werden soll. Dann habe ich die Buchstaben vom Laptopbildschirm abgepaust und mit der Nagelschere ausgeschnitten. Wichtig ist es dabei, die feinen Kanten m├Âglichst nicht umzuknicken!

Jetzt gibt es zwei M├Âglichkeiten:
1. Ihr klebt das Papier auf einer Seite mit Tesafilm an die Flasche, streicht um die Kanten des Buchstaben etwas Kleber zum Fixieren und rollt das Papier dann einmal herum und fixiert auch die andere Kante. Dann streicht ihr nochmal um die Buchstaben-Kanten. So l├Ąuft die Spr├╝hfarbe nachher nicht darunter. Problem: Der Kleber geht vielleicht nicht zu 100% ab.

2. Ihr fixiert die das Papier einfach nur mit Tesafilm um die Flasche und riskiert das Verlaufen, was auch zu einem unsauberen Ergebnis f├╝hrt.

Ich habe mich f├╝r die Kleber-Variante entschieden. Dann habe ich meinen Balkon mit Zeitungen ausgelegt, alte Schuhe angezogen und die freie Flaschenfl├Ąche am Hals mit einem alten Plastikhandschuh gesch├╝tzt. Dann habe ich die Acrylspr├╝hflasche gesch├╝ttelt, nicht ger├╝hrt, und drauflos gespr├╝ht. Mist! Zu dicht dran und somit zu viel Farbe auf einem Fleck. Wenn euch dieses Missgeschick auch passieren sollte, k├Ânnt ihr es so reparieren:

Ich habe flugs das Papier von der Flasche abgepult und mit einer alten Nagelb├╝rste die noch nicht getrocknete Farbe unter flie├čendem Wasser abgewaschen. Dann habe ich mit Nagellackentferner nachgeholfen. Ich habe fast alles abbekommen, nur leider blieb ein matter Film zur├╝ck. Diesen habe ich dann mit Tesafilm umklebt, den Buchstaben nochmal auf Papier abgepaust, und wieder nach M├Âglichkeit 1 die Flasche damit umklebt. Dann habe ich vorsichtiger und mit mehr Abstand (wie es ├╝brigens auch auf der Spr├╝hflasche empfohlen wird) gespr├╝ht.

Yay! Viel besser ging das. Bei der gr├╝nen Flasche war ich dann von Anfang an etwas vorsichtiger und als die Farbe bei beiden Flaschen getrocknet war, habe ich ebenfalls vorsichtig das Tesafilm und das Papier abgel├Âst. Dann habe ich mit einem Schwamm, warmem Wasser und Pril nachgewaschen und geschrubbt und dann die Flasche mit Nagellackentferner noch einmal um die Buchstaben und dort, wo Tesakleber festhing, abgewischt. Alles ist leider nicht abgegangen und man sieht, dass es selbst gemacht ist, aber ich bin trotzdem zufrieden! Wenn ihr einen besseren Weg kennt, die Kleberreste (sowohl Tesa als auch Pritt) abzubekommen, freue ich mich sehr, wenn ihr ihn mit mir teilt!

An die Flasche kommt noch ein T├╝tchen mit Keksen und fertig ist das selbstgemachte Weihnachtsgeschenk ­čÖé

Flaschen4

Vielleicht ist das ja auch eine Idee f├╝r euch? Mir jedenfalls hat es Spa├č gemacht, da ich nicht viel Neues kaufen musste und es auch wirklich richtig schnell ging!

Ich w├╝nsche euch schon mal jetzt eine besinnliche Adventszeit!

Eure Katha

Mi Colombia – Erkundungstour San Andr├ęs

Hallo liebe Lebensmaler ­čÖé

Der n├Ąchste Tag begann fr├╝h – um 08.30h ging ich bereits am Hafen vorbei Richtung Innenstadt.┬á Ich erinnere mich nicht mehr genau, aber ich nehme an, dass ich am Abend vorher noch in der kleinen tienda an der Stra├če unten war, um die grundlegenden Lebensmittel zu kaufen, sodass ich entspannt fr├╝hst├╝cken konnte. Ich wollte die k├╝hle Morgenzeit nutzen und Richtung Zentrum laufen, da ich mir immer erstmal gerne einen ├ťberblick zu Fu├č verschaffe und au├čerdem das Laufen in praller Sonne viel anstrengender und nat├╝rlich gef├Ąhrlicher f├╝r meine piel de leche (Milchhaut) ist.

Das Praktische an der Insel ist, dass eine Stra├če einmal komplett au├čenherum f├╝hrt. Ich machte mich also auf den Weg, um dieser Stra├če zu folgen, ohne genauen Plan oder eine Ahnung, wo ich am Ende herauskommen w├╝rde. Zwischenzeitlich machte ich mir etwas Sorgen, denn niemand wusste, wohin ich unterwegs war oder wann ich wiederzukommen gedachte, und es sah nicht so aus, als k├Ąme ich in absehbarer Zeit an irgendeinen Strand, aber dann kam das Meer in Sicht und ich entspannte mich. Zun├Ąchst war es allerdings nicht ganz so h├╝bsch, wie ich es nach den lobenden Worten meines Reisef├╝hrers erwartet hatte: der noch wolkengraue Himmel trug nicht dazu bei, dass ich den Hafen der Insel besonders h├╝bsch fand.

Ich fand ein St├╝ck begehbaren Strand und schaute mich etwas n├Ąher um. Dann lief ich weiter Richtung Zentrum. Die breite Stra├če lief direkt am Wasser entlang ich f├╝hlte mich etwas sicherer – bis ich das Gef├╝hl hatte, ein Mann folgte mir. Ich drehte mich mehrmals um und wurde nerv├Âs. Ich blieb stehen und lie├č ihn passieren unter dem Vorwand, etwas in meiner Tasche zu suchen. Leider hatte ich ihn schnell wieder eingeholt, da ich so lange Beine hatte und dementsprechend gro├če Schritte machte. Er sprach mich dann auch direkt an – ob ich aus Deutschland k├Ąme, ob ich Spanisch spr├Ąche … und dann erz├Ąhlte er mir seine halbe Lebensgeschichte. Er war mal ein Offizier und darum weit herumgekommen, er zeigte mir seinen Ausweis, um meine Zweifel zu zerstreuen (unaufgefordert) und erz├Ąhlte, dass er Deutschland sehr gerne m├Âge, unter anderem wegen der Musik. Er gab mir seinen Namen, seine Telefonnummer, schrieb mir seine c├ędula (Ausweisnummer) auf und sogar noch eine Segnung. Schlie├člich bat er mich, ob ich ihm vielleicht ein paar deutsche CDs schicken k├Ânnte und dann – dann wollte er mir gerne Schmuck schenken. Ich traute meine Ohren nicht, aber er holte ein Schmuckset bestehend aus Ohrringen und einer Kette aus seiner Tasche und erz├Ąhlte, er habe morgens das Bed├╝rfnis gehabt, etwas zu kaufen mit dem Gef├╝hl, er w├╝rde es sp├Ąter verschenken k├Ânnen. Verr├╝ckt! Ich nahm die Kette dankend an, wir machten noch ein Foto von mir und dann ging jeder seiner Wege.

Ich nahm die Kette wieder ab, da sie ├╝berhaupt nicht zu meinem Outfit passte, und wanderte weiter. Mittlerweile schien die Sonne ganz sch├Ân stark vom Himmel und ich war vers├Âhnt mit dem Wetter. Ich fand einen ziemlich touristischen Markt, wo ich mich nach gr├Â├čeren H├╝ten umschaute, aber nichts kaufte. Nach einem Foto von den Buchstaben der Insel wanderte ich weiter und war erleichtert, als ich einige H├Ąuser vom vorabendlichen Ausflug wiedererkannte – ich schien bald da zu sein! Ich entdeckte nat├╝rlich mehr Details auf dem Weg als am Abend vorher und fand diese doch sehr touristische Gegend irgendwie gleich etwas charmanter. Und dann erstreckte sich die Promenade vor mir, halbnackte Menschen liefen ├╝ber das Pflaster sowie den hei├čen Sand und ich h├Ârte das Meer rauschen, dessen Rufen ich nat├╝rlich gleich folgte.

Das erste, was mir entgegenlief, war ein Hund. Nat├╝rlich. Auch auf San Andr├ęs gibt es viele Stra├čenhunde und das, was bei uns am Strand M├Âwen sind, sind dort die Hunde. Viele tummeln sich am Strand, wuseln zwischen den Besuchern und Badeg├Ąsten hin und her und suchen nach etwas zu Fressen, einem schattigen Pl├Ątzchen oder einer Streicheleinheit. Ich konnte nat├╝rlich nicht widerstehen und bat jemanden, ein Foto von mir zu machen – mein erstes richtiges Karibik-Strandfoto zeigt also nicht nur mich mit milchwei├čer Haut, sondern auch einen kolumbianischen Hund, wie er mir Sand ├╝ber den K├Ârper wedelt. Ein Traum ­čÖé

Ich war auf jeden Fall gl├╝cklich, meine F├╝├če in den hei├čen, hellen Sand graben zu k├Ânnen, und suchte mir einen Schattenplatz, um meine Sachen abstellen und ausbreiten zu k├Ânnen. Danach wagte ich mich ans und schlie├člich auch ins Wasser. Herrlich war es. Zun├Ąchst war es frisch, aber schnell gew├Âhnte ich mich daran, und obwohl der Wind ganz sch├Ân wehte, fror ich nicht, als ich schlie├člich wieder aus dem leuchtenden Nass in die Sonne wechselte. Ich machte einen kleinen Spaziergang und war einfach nur gl├╝cklich. Sonne, Meer, Strand – Kolumbien! Ich h├Ątte tausend und ein Foto machen k├Ânnen von meiner Umgebung, so sch├Ân fand ich alles. Schade, dass Temperatur, Ger├╝che, Gef├╝hle und Kl├Ąnge nicht auf Fotos eingefangen werden k├Ânnen. Das Meer strahlte mit dem Himmel um die Wetter, die Boote schwappten auf und ab in den sanften Wellen und das Rauschen der Palmbl├Ątter harmonierte mit dem Rauschen des Meeres. Ich entdeckte schlie├člich ganz nah meines Rastplatzes auch ein Bademeister-Haus, das ich wundersch├Ân fand – so bunt und gem├╝tlich irgendwie! Ich bat eine andere Urlauberin, ein Foto von mir zu machen und sie machte gef├╝hlt zwanzig St├╝ck. Ich war richtig gl├╝cklich und strahlte mit der Sonne um die Wetter, w├Ąhrend ich die Szenerie um mich herum aufnahm.

Zur Mittagszeit entschied ich mich, den R├╝ckweg anzutreten und schlenderte durch die Einkaufsstra├če auf der Suche nach der Christian Mission Church, eine der wenigen “Sehensw├╝rdigkeiten”, die mein Reisef├╝hrer im Zentrum auswies. Auf dem Weg entdeckte ich einige witzige Figuren, machte einige Fotos von und mit ihnen, kapitulierte aber letztendlich vor der Hitze. Ich konsultierte meine kleine Karte und fragte mich durch, bekam viele Komplimente und stand bald vor einer hellen Holzkirche, an die wohl eine Schule oder ein Kindergarten angeschlossen war, denn aus dem l├Ąnglichen Anbau drangen Kinderstimmen. Ich glaube tats├Ąchlich, dass ich den ganzen weiten Weg zur├╝ckging … Gegen 16.00h streckte ich endlich auf der Terasse des Hostels meine Beine aus und lie├č es mir mit einem Eis gutgehen. Bon Bon Boom Eis ist endlos s├╝├č und k├╝nstlich, hat einen Kaugummikern und ist f├╝r mich eins der kolumbianischen Eise, das ich st├Ąndig essen k├Ânnte – besonders bei der Hitze, die auf San Andr├ęs herrschte.

Ich erinnere mich noch an ein Gespr├Ąch mit Roldan, der sich wunderte, woher ich denn “den Typ auf dem Mofa” vom Vorabend kennen w├╝rde, ich sei doch erst einen Tag hier? Ich erkl├Ąrte ihm Couchsurfing und er beschwerte sich augenzwinkernd, dass ich ihn doch auch schon im Voraus h├Ątte kontaktieren k├Ânnen … ich zwinkerte ihm ebenfalls zu und wischte seinen Kommentar mit einem Witz beiseite, nahm mir aber vor, dieses Flirtverhalten in den n├Ąchsten Tagen genau zu beobachten. Ich glaube, dass ich mich fr├╝h zur├╝ckzog, denn am n├Ąchsten Tag wollte ich an die s├╝dliche Spitze der Insel fahren, um mir dort den “Hoyo Soplador” anzusehen, ein nat├╝rliches Ph├Ąnomen, bei dem der Wind das Meer durch eine d├╝nne K├╝stenspalte dr├╝ckt, mit dem Resultat, dass das Wasser font├Ąnenartig aus einem kleinen Loch dringt und alles in unmittelbarer N├Ąhe abduscht.

Davon erz├Ąhle ich also im n├Ąchsten Post!
Bis dahin ­čÖé

Un abrazo fuerte,
Katha

F├╝├čeStrandZitat