Herzensangelegenheit – recolourlove #6

Hallo liebe Lebensmaler!

Ich bin spät dran mit meinem #recolourlove-Post, denn eigentlich ist ja immer der zweite Sonntag im Monat derjenige welcher 😉 Diesen Monat aber war ich im Urlaub (mit Koffer und Flug und allem, wie früher, voll aufregend!), habe mir die komplette Auszeit einfach mal gegönnt – und den Post eine Woche nach hinten geschoben. Jetzt kommen also meine 10 Herzen des Monats Mai!

Sie stammen alle aus Hildesheim und eins der Herzen kommt von einer meiner Freundinnen, die von meinem Herz-Projekt weiß und es tatkräftig unterstützt 🙂

Auf dem Bild, das in schwarz-weiß gehalten ist, müsst ihr das Herz eventuell ein bißchen suchen. Dieses Bild gehört zu denen, die ich in meiner ursprünglichen Sammlung hatte, die mir beim Festplattenabsturz verloren gegangen sind. Da war das Bild noch in Farbe und nicht mit Graffiti verunziert. Jetzt ist die Farbe verblasst und das Herz genau übersprüht. Schaut mal am Mittelfinger der Dame ganz genau hin – seht ihr es? 😉

Meine Top 3 möchte ich euch noch mitteilen, in willkürlicher Reihenfolge: “Du bist ein wunderbarer Mensch” direkt unter der Öffnung des Mülleimers hat es mir angetan. Ich schaue bei jedem Spaziergang, ob die Nachricht wohl noch da ist – wer hört/liest denn so eine Bestätigung nicht gerne? Gern mag ich auch das Herz auf dem Asphalt – vielleicht soll es auch ein “B” sein, denn rechts davon gehen ein paar Buchstaben ab, die allerdings kein mir bekanntes Wort bilden. Was ich daran so gerne mag, ist, dass es einfach immer da ist und nicht vom nächsten Regen weggewaschen oder von irgendeinem Deppen überpinselt wird. Es hat etwas Verlässliches, Dauerhaftes. Und last but not least mag ich das Herz auf den Marmorstufen, weil es (aber psst!) ein plattgetretenes Kaugummi auf diesem schicken, teuren Boden ist, rein zufällig in Herzform geraten. Es ist also nicht alles “Müll”, was weggeworfen wird. Wie philosophisch 😉

Welches ist euer Liebling? Und habt ihr vielleicht selbst auch irgendwo Herzen gefunden? Ich würde mich freuen, wenn ihr sie mit mir teilt; schickt mir gern euer Bild an recolouringlife@gmx.de und werdet Teil von #recolourlove! Teilt auch gern diesen Beitrag, damit viele Menschen davon lesen 🙂

Ich sende euch eine feste Umarmung, bis ganz bald mit Urlaubsfotos und -berichten!

Eure Katha

Herzensangelegenheit – #recolourlove 5

Hallo liebe Lebensmaler!

Es ist wieder soweit: das zweite Wochenende im Monat ist #recolourlove Zeit! 🙂
Ich bin momentan mit Bandscheibenvorfall zu Hause und hätte fast vergessen, dass ja #recolourlove-Wochenende ist, so sehr bin ich aus dem Rhythmus. Umso schöner, dass ich mich daran erinnert habe.

Die meisten meiner Bilder entstehen auf Spaziergängen, zufällig und im Vorbeigehen, könnte man fast sagen. Manchmal gehe ich aber auch los und denke: “In dem Viertel/Park/… war ich lange nicht/noch nie, mal sehen, was sich da finden lässt.” Mir ist in diesem Zusammenhang aufgefallen, dass sich viele Parallelen im Suchen nach Symbolen der Liebe und der Liebe in anderen Menschen finden lassen. Zumindest für mich ist das zutreffend.

Manchmal gehe ich mit offenen Augen durch die Welt, halte aktiv Ausschau und schaue manchmal auch zwei Mal hin, um sicher zu gehen. Manchmal werde ich mit einem Fund belohnt, manchmal aber auch nicht, dann bin ich enttäuscht, und manchmal bin ich mir auch nicht sicher, ob ich da wirklich gerade (ein Symbol der) Liebe gefunden habe. Dann muss ich es wagen – entweder ich entscheide mich dafür oder dagegen, dieses Exemplar aufzunehmen. Und dann wiederum entpuppt sich manches als Täuschung. Tja, so ist das!

Manchmal gehe ich aber auch einfach gedankenlos und vertäumt durch die Welt und schaue eigentlich gar nicht so genau hin und werde dann mit manchen Symbolen (oder Begegnungen) überrascht. Umso mehr freue ich mich! Und manchmal stelle ich fest, dass sich auf bekannten Wegen und Strecken Liebe an Orten verbirgt, an denen ich noch nicht geschaut habe bzw. ich entdecke sie, wenn ich mal aus der anderen Richtung komme! Das macht mir dann besonders Freude und ich merke, wie wichtig und motivierend ein Perspektivwechsel sein kann.

Manchmal sehe ich etwas, was ich gerne (fotografisch) festhalten möchte, aber habe keine Zeit oder es ist zu dunkel/nass oder ich muss dringend Pipi … und ich denke mir: “Ach, dann kommst du später nochmal wieder!”, und “später” ist dann einfach zu spät, weil das Symbol übermalt wurde oder der Zettel weg ist oder oder oder. Das ist dann besonders ärgerlich und ich denke mir “Mist, Chance verpasst!”

Unter’m Strich also kann es jederzeit und nie passieren, dass ich fündig werde in meiner Suche nach Liebe. Manchmal bin ich darüber froh, manchmal ist es mir gleichgütig, ein anderes Mal frustriert es mich oder macht mich traurig. Meist aber glaube ich fest daran, dass sich das, was für mich bestimmt ist, nicht verstecken kann und dass es dann auftaucht, wenn es richtig ist. Und dass ich jede Chance nutzen sollte, die sich anbietet, egal, ob es dann Top oder Flop wird.

Im Folgenden seht ihr wieder 10 Bilder aus Hildesheim, und ich kann gleich hier meinen Favoriten verraten: Das Schloss mit dem Herzen, durch das eine Rosenranke wächst. In der Sammlung meiner Bilder, die mir leider beim Absturz meines alten PCs verloren gegangen ist, gibt es dieses Bild ohne die Ranke – schade, dass ich das nicht mehr habe, denke ich mir immer wieder.
Aber jetzt: Zeit für die Bilder!

Habt ihr einen Liebling in diesem 10er-Pack? Und habt ihr in eurer Umgebung mal nach Liebe gesucht? Und vielleicht sogar gefunden? Ich würde mich sehr über Bilder freuen; schickt sie doch an recolouringlife@gmx.de Ich freue mich darauf!

Ich sende euch eine Umarmung und bis bald!
Eure Katha

Herzensangelegenheit – #recolourlove 4

Hallo liebe Lebensmaler!

Es ist wieder soweit: das zweite Wochenende im Monat ist #recolourlove Zeit! 🙂
Ich habe 10 Bilder, dies Mal aus dem Februar 2020, für euch zusammengestellt. Sie stammen alle aus Hildesheim. Manche Bilder zeigen auch dieses Mal kein Herz, sondern eine Frage oder schöne Botschaft, die in den Zeiten, in denen wir uns momentan befinden, ganz besonders wichtig ist, finde ich.

Ich möchte diesen Post außerdem mit einem Lied begeiten, das die meisten sicher kennen werden. “Where Is The Love?” von den Black Eyed Peas. Ich habe es am Freitag im Radio gehört und fand es perfekt für diesen Post. Es ist nämlich leider immer noch brandaktuell. Ich stelle euch ein paar Auszüge vor, und verlinke euch das youtube-Video hier.

But if you only have love for your own race
then you only leave space to discriminate,
and to discriminate only generates hate,
and when you hate then you’re bound to get irate
.
Madness is what you demonstrate
and that’s exactly how anger works and operates.
Man, you gotta have love just to set it straight.

Wie wahr die Worte doch sind! Auch wenn sie über die Zustände in den USA geschrieben wurden, passen sie genau so auf aktuelle Geschehnisse. “Wenn du nur deine eigene Rasse liebst, lässt du Raum zur Diskriminierung, und zu diskriminieren erzeugt Hass, und wenn du hasst, dann wirst du zwangsläufig auch wütend.” Leider sind immer noch viele Menschen anfällig für zerstörerische Gefühle wie Geltungssucht, Gier, dem Wunsch nach Rache, Wut oder Hass und handeln letztendlich danach. Was dann passiert, ist vorprogrammiert und erleben wir gerade, wenn wir nach Osteuropa schauen: “Wahnsinn ist das, was du demonstrierst, und das ist exakt, wie Wut funktioniert und agiert. Mann, du brauchst Liebe, um es zu klären!” Liebe ist die Antwort auf den Wahnsinn, der passiert, auf Wut und Hass. Ohne sie wird es nicht gehen. Aber:

Instead of spreading love we’re spreading animosity,
lack of understanding leading us away from unity. […]
There’s no wonder why sometimes I’m feelin’ under.
Gotta keep my faith alive ’til love is found.
Now ask yourself: where is the love?

“Anstatt Liebe zu verbreiten, verbreiten wir Feindseligkeit. Mangelndes Verständnis führt uns weg von der Einigkeit.” Wir sind alle Menschen, und dass wir einander manchmal nicht verstehen, ändert nichts daran, dass wir alle ein Bedürfnis nach Sicherheit, Frieden und Zugehörigkeit haben. Wichtig ist es, nicht aufzuhören, einander verstehen zu wollen. Am allerwichtigsten aber finde ich die Zeilen, die dann noch folgen: “Ich muss meinen Glauben am Leben halten, bis die Liebe gefunden wird. Frag dich jetzt: Wo ist die Liebe?” Jeder ist selbst dafür zuständig, seinen Glauben an das Gute im Menschen nicht zu verlieren. Das kann manchmal schwierig sein, das gebe ich zu, aber in diesem Fall schaue ich nach innen und merke, dass ich einen nahezu unerschöpflichen Brunnen an Güte in mir trage. Und ich glaube, auch wenn dies nicht jeder einzelne Mensch tut, können all diejenigen, die über eine solche Quelle verfügen, Großes, Wichtiges, GUTES, bewirken, wenn sie sich zusammentun. Und wenn sich jeder davon die Frage stellt: Wo finde ich die Liebe? und sich aufmacht, sie auch außen zu suchen, dann … dann kommt etwas in Bewegung.

*

Diese Bilder zeige Spuren der Liebe im Außen, die ich gefunden habe, in kleinen Momenten und an kleinen Orten. Wie wäre es, wenn ihr euch auch mal auf die Suche machtet? Schickt mir gerne eure Bilder an recolouringlife@gmx.de. Ich freue mich darauf.

Eine feste Umarmung,
Katha

P.S. Habt ihr in diesem Zehnerpack ein Lieblingsbild? Ich habe zwei: die Spiegelung in der Pfütze und das kaum sichtbare Herz am Torpfeiler.

Krieg in der Ukraine

Liebe Lebensmaler!

Leider ist es traurige Realität – seit dem 24.02. herrscht in der Ukraine Krieg. Ich hätte es nie und nimmer für möglich gehalten, dass nach den beiden Weltkriegen in Europa mit Millionen Toten noch einmal der Frieden gebrochen wird. Umso trauriger, dass es wieder durch einen Egomanen passiert, der seine eigene Wahrheit erfindet, verbreitet und zum Gesetz macht, ohne Rücksicht auf Menschenleben, Gesprächsbereitschaft und existierende Strukturen.

Umso schöner ist es, dass sich Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Unterstützung Bahn brechen und Europa sich dem kaltblütigen Morden in Osteuropa mit den Werten, die zählen, entgegenstellt. Ich bin dankbar, in einem Land zu leben, in dem Medien nicht “von oben” kontrolliert werden, in dem also Pressefreiheit herrscht; ich bin dankbar, dass größtenteils Offenheit herrscht gegenüber Hilfesuchenden und ich bin unglaublich froh, dass es genug Ressourcen gibt, tatsächlich helfend tätig zu werden: nicht nur finanziell, sondern auch infrastrukturell und materiell.

Mich hat die Nachricht vom Angriff der russischen Seite erschreckt und getroffen. Surreal war, dass am selben Tag meine Schwester ihren Geburtstag mit uns gefeiert hat und wir im hell erleuchteten Wohn-/Esszimmer saßen und Geschenke auspackten, lachten und es uns generell als Familie gut gehen ließen. Keine Spur von dem Schrecken im Osten, keine Einschränkung, kein Bangen. Ich genoss das Zusammensein sehr, aber die Situation in der Ukraine begleitete mich trotzdem weiter in Gedanken.

Einige Tage später sah ich bei einer Freundin im WhatsApp-Status einen Aufruf zum Spenden. Ich machte einen Screenshot, kontaktierte sie und fragte, was genau noch gebraucht würde. Kleidung auf jeden Fall nicht, eher Lebensmittel, Hygieneartikel und Medizinprodukte, antwortete sie. Ich machte mich am nächsten Tag auf den Weg, um ein Hilfspaket zusammenzustellen – geplant hatte ich, ca. 50€ auszugeben. Ich dachte mir, wenn ich bis zu 150€ für meine Rastas ausgeben kann, sollte für humanitäre Hilfe auch etwas übrig sein. Gäbe es hier in Deutschland Krieg oder andere Katastrophen, die Hilfe aus dem Ausland erforderten, würde ich mir auch wünschen, dass Menschen, die etwas abgeben können, dies auch tun.

*

Ich schnappte mir bei dm einen Einkaufswagen, etwas noch nie Dagewesenes!, und lief systematisch durch die Regalreihen. Ich kaufte verschiedene Hygieneartikel, Babyprodukte, Haushaltsartikel und Medizin für insgesamt 38,15€. Dann machte ich mich mit vollem Rucksack auf zum netto und kaufte dort haltbare Lebensmittel für 22,85€ und zu Hause schaute ich noch durch meine Regale, Schubladen und Boxen, ob ich noch andere Dinge entbehren konnte. Ich schrieb eine Inventarliste und packte zwei Kartons mit den Hilfsgütern. Lilly war natürlich auch dabei und inspizierte alles genauestens. Beide Kartons lieferte ich am nächsten Tag vor der Arbeit bei der Freundin ab und ich schätze, sie sind mittlerweile auf dem Weg nach Polen, um dort die Geflüchteten zu unterstützen, und natürlich auch die, die dort Hilfe leisten.

Ich weiß, dass 61€ nicht die Welt sind, aber es ist das, was ich geben kann und es ist ja letzendlich egal, wie viel jeder einzelne ausgibt, in der Summe kann jede Spende etwas ausrichten. Keiner kann alleine die Welt retten oder verändern, aber zumindest dazu beitragen, dass eine Person für ein paar Stunden weniger Sorgen, Hunger oder Schmerzen hat. Das ist das, wofür ich als Mensch einstehen möchte: Menschlichkeit, Nächstenliebe, Fürsorglichkeit, Hilfsbereitschaft. Helfen, egal wie und mit wie viel, aber ich möchte nicht wegschauen. Ich möchte mit diesem Post auch an euch appellieren: informiert euch, ob es in eurer Nähe geplante Hilfstransporte gibt. Ich kann mir vorstellen, dass DRK, Malteser, Caritas oder andere (Jugend-)Organisationen Aktionen am Laufen haben. Einfach mal googlen, bei Gemeinde, Stadt oder Landkreis anrufen und um Infos bitten. Schaut nicht weg und gebt das, was ihr geben könnt, egal ob Geld oder sonstige materielle Spenden, eure Zeit oder euer Wissen, um Aktionen zu unterstützen und Menschen zu helfen. Denn nichts anderes ist es doch als dies:

Als Menschen zusammenstehen im Angesicht der Unmenschlichkeit, der Zerstörung, des Größenwahns und Egoismus, ungeachtet des Aussehens, der Sprache und der Kultur. Wir alle wollen sicher leben und sorgen uns um unsere Lieben. Wenn wir das im Blick haben, ist es doch klar, was zu tun ist.

Ich bete um Frieden für die Menschen in der Ukraine und darum, dass alle – auch Helfende – genug Kraft haben, durchzuhalten, bis der ganze Schrecken vorbei ist.

Ich sende euch eine feste Umarmung!
Eure Katha

DIY – Faschingskostüm selbstgemacht

Hallo liebe Lebensmaler!

Morgen ist Fasching, Karneval, Fastnacht – wie immer ihr es auch nennt, es ist Verkleidungszeit! 🙂 Ich habe es schon als Kind geliebt, denn mit meiner Schwester bin ich durch unser Dorf gezogen und wir haben Süßigkeiten kiloweise nach Hause getragen. Unsere Kostüme waren immer selbstgemacht von Mama: mal als Zauberer oder als Vogelscheuche, mal als Chinesin oder Reiterin – wir hatten immer tolle Verkleidungen.

Auch jetzt, als ausgewachsene Erzieherin mag ich Fasching. Klar, der Tag wird mega-anstrengend, weil alle Kinder schon aufgekratzt in die Kita kommen, aber die leuchtenden Augen und der Spaß an den Spielen ist einfach ansteckend. Und erst der Stolz auf die Kostüme! Schade, dass die meisten mittlerweile gekauft sind. Ich habe dieses Jahr, wie auch letztes Jahr, mein Kostüm selbst gemacht – für ca. 15€! Ich möchte euch heute zeigen, wie und mit was. Klar ist es etwas spät für morgen, aber vorher habe ich es einfach nicht geschafft – und auch nächstes Jahr ist Fasching. Also, los geht’s!

Schon letztes Jahr hatte ich die Idee für mein Kostüm, als ich mit einer Freundin im 2nd-hand-Shop unterwegs war und auf diese einmaligen Schuhe stieß:

Ihr könnt euch schon denken, worauf es hinausläuft, oder? 😉 Normalweise stehe ich überhaupt nicht auf diese Zauberwesen und Glitzer, Pink und Schnickschnack, aber mit diesem Accessoire musste ich es einfach wagen: ich gehe als Einhorn!

Mir war es wichtig, wenig Geld auszugeben bzw. nur Dinge zu kaufen, die ich auch alltags tragen kann. Es gibt so viel Konsum, da muss ich nicht noch mehr kaufen, was ich eigentlich nicht brauche. Ich habe also überlegt, einfach mit weißer Hose und weißem Oberteil zu gehen und ggfs. noch einen Rock mit Pailetten, Glitzer oder Tüll in Regenbogenfarben darüber zu tragen. Einen hellen Pulli besitze ich und über die Seite vinted (ehemals Kleiderkreisel) habe ich nach einer weißen Hose gesucht – leider ohne Erfolg – und dann eine weiße Strumpfhose gekauft. Diese war leider nicht wie angepriesen blickdicht, sodass ich mir noch eine Leggings oder Strumpfhose besorgen musste! Mein Vater hat mir dann mit einer weißen Feinripp-Unterbuchse ausgeholfen, und weiße Tennissocken habe ich aus der Schublade meiner Mutter gefischt. Trotzdem war ich nicht besonders glücklich … ich fühlte mich eher unwohl in meiner Kleidung im unteren Departement. Also musste eine Lösung her, aber schnell!

Den entscheidenden Tipp gab mir eine Mutter, deren Sohn auch als Einhorn gehen wollte. Sie riet mir, einfach einen dieser Onesize-Maleranzüge aus dem Baumarkt zu kaufen. Gesagt, getan! Für 5€ kaufte ich mir einen weißen Überanzug und war glücklich! Auf der Arbeit schnitt ich lila- und rosafarbene Wolle in gleich lange Fäden, verknotete und vernähte diese zu einem schicken Schweif und befestigte diesen hinten an der Naht des Anzugs. Ich besorgte mir Kleber und lila Glitzer und pimpte den Anzug noch etwas auf.

Lilly war natürlich dabei und inspizierte jeden Zentimeter des Anzugs genauestens – ich denke, sie war zufrieden. Cat-approved! Natürlich darf auch ein Horn nicht fehlen. Das bastelte ich mir aus dem Papprohr einer Küchenrolle. Einmal einschneiden, drehen und mit Tesafilm fixieren – voilà! Ich habe es zweimal weiß gestrichen und dann mit gold darübergemalt – so ist es auf jeden Fall leuchtend gold. Ein bißchen Kleber und Glitzer später war es soweit – ich bohrte zwei Löcher in die Rolle und schob eine elastische Schnur hindurch, die ich von diesen Schnabelmasken abgetrennt hatte – fertig war das Horn!

Und fertig ist das Kostüm für Rosenmontag. Mich hat es insgesamt 15€ gekostet – 5€ für die Schuhe, 5€ für den Anzug und 5€ für Strumpfhose und deren Porto. Alles weitere habe ich mir zusammengeliehen bzw. war im Kindergarten vorrätig. Das Gute daran ist, dass ich sowohl die Puschen als auch die Strumpfhose auch tragen kann, wenn ich “in zivil” unterwegs bin. Ich schätze, dass dieses Kostüm aber auch sonst nicht mehr als 15€ – 20€ kosten würde. Und das ist für ein selbstgemachtes Kostüm ziemlich gut, finde ich. Und außerdem kann man sicher sein, dass kein anderer Karnevalist mit dem gleichen Aufzug auftaucht. Ich habe mir noch einen weißen Gürtel um die Taille geschlungen, damit ich kein pummeliges Einhorn bin – aber spätestens nach dem Frühstück werde ich den wohl lösen müssen 😉

Na, was denkt ihr? Seid ihr Karnevalsmuffel (so wie meine Kollegen) oder feiert ihr die fünfte Jahreszeit ausgiebig? Was sind eure Erinnerungen an Fasching? Und geht ihr dieses Jahr auch verkleidet irgendwo hin oder genießt ihr einfach einen ruhigen Montag auf der Arbeit/der Couch?

Wie auch immer ihr in die Woche startet – ich hoffe, es wird eine gute für euch! Passt auf euch auf und bis bald!

Eure Katha

Herzensangelegenheit – #recolourlove 3

Hallo liebe Lebensmaler!

Es ist wieder soweit: das zweite Wochenende im Monat ist #recolourlove Zeit! 🙂 Ich stelle euch heute erneut 10 Herz-Bilder aus meiner Sammlung vor und hoffe, euch gefallen sie oder sie inspirieren euch. Dieses Mal sind sogar zwei Bilder aus Portugal dabei, die mir von einer Freundin aus dem Urlaub gesendet wurden.

Das Bild des blauen Herzens auf der Steinmauer ist die zweite Version dieses Fotos, da mir mein Laptop mit meiner kompletten Sammlung abgestürzt ist. Das erste Bild des blauen Herzens habe ich gemacht, als ein Fahrrad an der Wand lehnte – irgendwie gab das dem Bild eine ganz andere Dynamik, einen anderen Ausdruck.

In dieser Sammlung ist es schwierig, einen klaren Favoriten zu benennen, es ist eher ein Fall von “Top 3” (in willkürlicher Reihenfolge).

1. Das Bild mit dem pinken Herz am Straßenpfosten finde ich ganz wunderbar, da es mir jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit knallpink entgegengeleuchtet und mir ein Lächeln auf’s Gesicht gezaubert hat. Es ist quasi unmöglich, es zu übersehen 🙂
2. Das Bild mit dem Graffiti “friend” mag ich auch besonders gern, denn ich denke jedes Mal daran, dass ich zuallererst nur auf das Herz und nicht auf die Buchstaben geachtet habe – und als mir dann aufgefallen ist, dass die Buchstaben das Wort friend” bilden, musste ich lächeln; so auch heute noch, wenn ich das Bild sehe.
3. Die Frage “Ist Geld deines Lebens Wert?” finde ich zum einen durch die Satzstellung großartig, was noch durch die alleinige Verwendung von Großbuchstaben unterstützt wird, zum anderen ist die Frage an sich provokativ – so regt der Satz zum Nachdenken an, auf vielerlei Weise.

Was ist euer Favorit? Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr meinen Eintrag auf euren Blogs oder anderen sozialen Medien teilt, damit immer mehr Menschen den hashtag #recolourlove kennenlernen. UND natürlich freue ich mich nach wie vor über eure eigenen Herzbilder, die ihr gerne an recolouringlife@gmx.de senden könnt.

Passt auf euch auf – ich sende euch eine Umarmung!
Katha

Leben – Playlist für eine Trennung (Emotional)

Liebe Lebensmaler,

ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich habe Playlisten für viele Lebenslagen und Ereignisse: für’s Putzen, für Geburtstage, zum Entspannen, “Musica Latina” für Urlaubs- und Erinnerungsstimmung und natürlich auch Playlisten für die Zeit nach einer Trennung. Tatsächlich habe ich für diese Eventualität sogar zwei verschiedene: eine Liste mit Songs, zu denen ich Rotz und Wasser heulen und alle Gefühle rauslassen kann; und eine zweite Liste, mit der ich mich von meinem Expartner verabschiede und energiegeladen in die Zukunft sehen kann.

Heute möchte ich euch die Playlist zum Rauslassen der Gefühle vorstellen; zunächst hier auf dem Block als Liste zum Ãœberblick und dann, am Ende der Auflistung mit einem Link zu einer youtube-Playlist, die ich extra erstellt habe. Die youtube-Liste werde ich stetig erweitern, wenn mir neue Lieder über den Weg laufen – die Auflistung hier bleibt vermutlich so, wie sie ist.

Hier also mein Mix:

  • Abraham Mateo + Sofía Reyes – Qué Ha Pasao’
  • Armin van Buuren – This Is What It Feels Like
  • Avril Lavigne – My Happy Ending, When You’re Gone
  • Backstreet Boys – Incomplete
  • Beret – Te Echo De Menos, Te Estás Olvidando De Mi, Me Llama
  • Beret + Melendi – Desde Cero
  • Beret + Sofía Reyes – Lo siento
  • Cali y el Dandee, Aitana – Menos Más
  • Charlie Puth + Selena Gomez – We Don’t Talk Anymore
  • City And Colour – Coming Home
  • Coldplay – The Scientist
  • Dido – White Flag
  • Divicio + Leslie Grace – Nada
  • FM Static – Tonight
  • Gary Allan – Every Storm Runs Put Of Rain
  • Glasperlenspiel – Geiles Leben, Nie Vergessen
  • Gnash + Olivia O’Brien – I hate u, I love u
  • Greeicy – Ya Para Qué
  • James Blunt – Goodbye My Lover
  • Jennifer Rostock – Phantombild, Es tut wieder weh
  • Jordin Sparks – Tattoo
  • Jupiter Jones – Still
  • Justin Bieber – Sorry
  • Karol G – El Barco
  • Katy Perry – The One That Got Away
  • Kelly Clarkson – Breakaway, Behind These Hazel Eyes
  • Kina Grannis (Covers) – The Scientist, Say Something, Back To December
  • Kina Grannis (Originals) – Gone, Without Me, Strong Enough
  • Lady Antebellum – When You Were Mine, Wanted You More, Need You Now
  • Maya Saban & Cosmo Klein – Das alles ändert nichts daran
  • Miley Cyrus – Wrecking Ball
  • Nelly – Just A Dream
  • Nelly Furtado + James Morrison – Broken Strings
  • Ne-Yo – So Sick
  • Nicky Jam – No Te Puedo Olvidar, Mil Lágrimas, Melancolía
  • Nicky Jam + Wisin – Si Tú La Ves
  • Nicky Jam + Myke Towers – Polvo
  • Oasis – Wonderwall
  • Olly Murs – Dear Darlin’, This Song Is About You, Ask Me To Stay
  • Ozuna – Duele Querer, Tu Foto
  • Passenger – Let Her Go
  • Phil Collins – Can’t Stop Loving You
  • Pink – Who Knew
  • Reik + Farruko + Camilo – Si Me Dices Que Sí
  • Reik + Ozuna + Wisin – Me Niego
  • Revolverheld – Die Welt Steht Still
  • Rihanna – California Kingbed
  • Sam Tsui + Christina Grimmie (Cover) – Just A Dream
  • SDP – Ich muss immer an dich denken
  • SDP + Adel Tawil – Ich will nur, dass du weißt
  • Sebastián Yatra – Falta Amor, Yo Te Extraño, Devuélveme El Corazón, Sin Ti, Cómo Mirarte, Por Perro, Vuelve
  • Shawn Mendes – Stitches
  • Silbermond – Sinfonie
  • Simple Plan – This Song Saved My Life, Untitled, What If
  • Stanfour – For All Lovers
  • Sum41 – Pieces, Best Of Me
  • Taylor Swift – Back To December, White Horse, A Perfectly Good Heart, The Story Of Us, All Too Well
  • The Fray – How To Save A Life
  • The Killers – Mr Brightside
  • The Pussycat Dolls – I Hate This Part
  • The Script – Breakeven (UND: gleichnamiges Cover von JayEssLee) * (*zuletzt bei itunes hinzugefügt)
  • Tini + Sebastián Yatra – Oye
  • Tini – Te olvidaré
  • Tove Lo – Out Of Mind
  • Walking On Cars – Don’t Mind Me
  • William Fitzsimmons – You Broke My Heart
  • 5 Seconds Of Summer – Amnesia, Beside You, If You Don’t Know

Und hier der Link zu der Liste bei youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=xXtIUmzd6yo&list=PLbjA_3ikQv9jfwIO6VtavuLQ5r5LhJut9

Ich hoffe sehr, dass ihr sie erstmal nicht braucht, aber für den Fall, dass es doch mal nötig sein sollte, steht sie euch natürlich zur Verfügung. Habt ihr selbst Titel, die ihr immer wieder hört, wenn es euch wegen Liebesdingen schlecht geht? Welcher Sänger, welche Sängerin hat es euch besonders angetan? Ich freue mich über Vorschläge und Anregungen.

Aus dem kalten, regnerischen Hildesheim sende ich euch eine feste Umarmung!

Bis bald, eure Katha

Herzensangelegenheit – #recolourlove 2

Hallo liebe Lebensmaler!

Letztes Jahr im März habe ich euch mein Herz-Projekt vorgestellt und seitdem nichts mehr darüber gepostet. Mist! So sollte der Start dieser neuen Kategorie und meiner “Herzensangelegenheit” nicht laufen.

Aber: neues Jahr, neues Glück – für 2022 habe ich mir fest vorgenommen, 1x im Monat, nämlich immer am zweiten Sonntag, einen #recolourlove-Post hochzuladen und so ein paar Bilder Liebe mit euch zu teilen. Ich freue mich nach wie vor, wenn ihr euch beteiligt. Infos zum Projekt allgemein und wie ihr mitmachen könnt, findet ihr unter dem Link oben; einen kurzen Auszug darüber gibt es hier nochmal:

Schon seit mindestens 5 Jahren habe ich ein kleines, privates Projekt. Es ist relativ simpel in der Umsetzung: ich halte Ausschau nach Liebe. Herzen in Graffiti-Form, mit Kreide oder Farbe gemalt, Herzen als Sticker oder natürliche Formen, Sprüche oder einzelne Worte. Davon mache ich Fotos. Simpel. Die Idee dahinter ist tiefgründiger. Immer mehr wird der Fokus auf das Negative in der Welt gelegt, von dem ja auch tatsächlich genug passiert. Aber trotzdem ist die Liebe immer ebenfalls da – klein, unscheinbar, nicht besonders aufsehenerregend oder unbedingt berichtenswert. Aber da ist sie, leider oft vergessen oder unbeachtet im Getümmel – und das möchte ich ändern, den Fokus zurücklenken.

https://recolouringlife.wordpress.com/2021/03/22/herzensangelegenheit-recolourlove/

*

Das ist also die Idee hinter meinem Projekt. In diesem Post seht ihr 10 Fotos aus den Straßen Hildesheims. Ich wähle sie chronologisch aus – diese Bilder stammen aus dem Januar und dem Februar 2020. Ich habe sie beschriftet und getaggt und ich würde mich sehr freuen, wenn ihr meinen Eintrag vielleicht auf euren Blogs oder anderen sozialen Medien teilt, damit immer mehr Menschen den hashtag #recolourlove kennenlernen.

*

Mein Lieblingsfoto unter diesen 10 ist das des Herzens im Asphalt, dicht gefolgt von den roten Herzen auf orangenem Backstein. Welches ist euer Liebling? Über Rückmeldung freue ich mich sehr!

Passt auf euch auf – ich sende euch eine Umarmung!

Eure Katha

Leben – Nimm dir, was du brauchst!

Hallo liebe Lebensmaler!

Ich wünsche euch ein frohes neues Jahr 2022! Ich hoffe, ihr seid alle gut hineingerutscht und das neue Jahr hat euch bis jetzt gut getan. Wie ich gefeiert habe, habe ich bereits im letzten Post durchblicken lassen – entspannt und ruhig, denn erschöpft und verkatert ins neue Jahr zu starten, finde ich nicht besonders gelungen.

Am Nachmittag des ersten Tages im Jahr 2022 habe ich meine WhatsApp-Benachrichtigungen durchgesehen und bei einer Freundin im Status folgendes Bild gesehen:

Ich fand die Idee hinter dem Bild schön, nämlich mir eine Portion dessen abzuholen, was ich glaube, im neuen Jahr bzw. in diesem Moment ganz besonders zu benötigen. Ich machte kurzerhand einen Screenshot, denn ich dachte mir: das könnten auch andere Menschen gut gebrauchen! Statt das Bild allerdings in meinen Status zu setzen, druckte ich es 2x aus, schnitt es an den dafür vorgesehenen Stellen ein und machte mich mit Reißzwecken ausgestattet auf einen sonnigen Neujahrsspaziergang.

Den ersten Zettel befestigte ich an einem Baum im Park bei mir um die Ecke, direkt neben einer Bank. Nach einem entspannten Gang durch den Park steuerte ich die “Venedig” an, einen langgezogenen innerstädtischen See, um den herum es sich wundervoll spazieren lässt. Dort hinterließ ich den zweiten Zettel und begab mich selbst auf eine Runde um den glitzernden See. Ein Foto konnte ich aufgrund des Windes nicht machen, aber auf meinem Rückweg schaute ich nochmal vorbei und entdeckte zu meiner Freude Passanten, die sich Zettel mitnahmen 🙂 Als ich dann versuchte, doch ein Foto zu machen (der Wind hatte nachgelassen), stoppte ein Radfahrer, schaute genau hin und fragte mich, was denn an zweiter Stelle stünde. “Liebe!”, antwortete ich, und er bat mich, ihm den Zettel abzureißen. Ich gab ihn weiter und meinte: “Dann hoffe ich, dass Sie die Liebe in 2022 finden!” Er lächelte, bedankte sich und rief im Wegfahren noch: “Das ist eine schöne Idee!”, woraufhin ich mit einem breiten Grinsen im Gesicht nach Hause ging.

Am nächsten Tag machte ich mich daran, das Layout des Zettels ein bißchen zu verändern, weil ich noch ein, zwei weitere Exemplare in die Straßen und somit unter die Leute bringen wollte und u.a. mit den Symbolen teilweise nicht zufrieden war. Auch dieses Exemplar druckte ich dann 2x aus und machte mich auf den Weg durch die Straßen Hildesheims. Den ersten Zettel pinnte ich direkt gegenüber meines Hauses an einen Baum, der den Parkplatz des Kirchenvorstandes beschattet. Es windete enorm, sodass ich kein Foto machte. Den nächsten Ausdruck pinnte ich wieder an einen Baum, dieses mal direkt am Ausgang eines großen, eingezäunten Parkplatzes an einer belebten Straße – ich hoffte, so die Menschen, die den Parkplatz betraten oder verließen, Radfahrer und Fußgänger gleichermaßen aufmerksam zu machen. Ich suchte mir in der Nähe ein kleines Mäuerchen und beobachtete die Passanten, von denen leider dieses Mal nicht so viele unterwegs waren. Eine Frau, die ihren Hund ausführte, blieb kurz stehen und beäugte den Aushang misstrauisch, riss sich aber nichts ab – vielleicht hat sie ja alles, was sie braucht? Das würde mich sehr freuen.

Da niemand weiter in der Nähe zu sein schien, machte ich mich auf den Weg nach Hause. Am Aushang am Baum gegenüber fehlten bereits viele Abrisszettelchen, wobei es möglich ist, dass entweder der Wind dafür verantwortlich war oder dass Passanten sie sich mitgenommen hatten. Ich entschied mich, letzteres zu glauben und ging zufrieden die Treppe hinauf, mich aufwärmen 🙂

Vielleicht habt ihr ja auch Lust, einen solchen Aushang in eurer Stadt zu machen? Ich habe euch die zwei Versionen zum Download vorbereitet und noch eine neutrale Version erstellt, falls ihr es jetzt zu spät findet, um ein frohes Neues zu wünschen. Ich würde mich total freuen, wenn ihr einen Kommentar hinterlasst, was ihr von der Aktion haltet, ob ihr sie selbst ausprobiert habt und falls ja, wie die Menschen eurer Stadt es fanden (falls ihr etwas beobachtet, ins Gespräch kommt oder nach dem Aufhängen nochmal schauen geht).

Hier kommt ihr zur Originalversion.
Hier kommt ihr zu meiner bearbeiteten Version.
Und hier gibt es die neutrale Version.

Ich sende euch eine dicke Neujahrsumarmung und freue mich auf ein weiteres Jahr hier mit euch!

Eure Katha

Leben – Rückblick & Ausblick zum Jahreswechsel

Liebe Lebensmaler!

Mit 2021 geht morgen ein Jahr zu Ende, das für mich ganz schön anstrengend war und immer noch ist. Wie geht es euch da? Mir fällt es dieses Mal auch extrem schwer, zu glauben, das 2022 wirklich besser wird, aber ich versuche, mich dazu zu motivieren und kleine Pläne zu schmieden, die mich vorfreudig stimmen und kleine Lichtblicke sein könnten. Ich stelle euch im Laufe des Posts eine tolle Methode dazu vor, inklusive Link.

Aber zuerst möchte ich gerne wissen: wie feiert ihr ins neue Jahr? Macht ihr das Gleiche wie immer oder probiert ihr dieses Jahr etwas Neues aus? Feiert ihr mit Freunden oder Familie? Begrüßt ihr das neue Jahr alleine oder vielleicht auch gar nicht, weil schlafend, oder müsst ihr arbeiten?

Ich mache das, was ich die letzten 3 Jahre gemacht habe. Ich bin eigentlich überhaupt kein Silvesterfan und habe bisher immer mit meinem Opa “gefeiert”, was übersetzt einen ruhigen, friedvollen Abend bedeutete. Das habe ich auch wirklich geliebt und hätte diese Tradition gerne beibehalten, aber ohne meinen Opa geht es ja leider schlecht … Vor drei Jahren habe ich also zufällig bei einer Freundin vorbeigeschaut, die mit ihrer Nachbarin gefeiert hat, und seitdem verbringen wir immer den Silvesterabend zu zweit oder zu dritt. Lilly ist eine ganz ruhige Silvesterkatze; solange ich die Fenster geschlossen halte, stört sie das Geböller nicht, was bedeutet, dass ich auch über Mitternacht hinaus Ausgang habe 😉

Wir verbringen den Abend damit, gemeinsam Essen zuzubereiten (zumindest den Nachtisch, meist ist der Hauptgang schon am Köcheln) und es dann auch zu essen – lecker 🙂 Dabei und danach erzählen wir viel, trinken das ein oder andere Gläschen an alkoholfreien- oder haltigen Getränken und später, wenn wir die erste Müdigkeitsattacke nach dem Essen überwunden haben, ziehen wir ins Wohnzimmer, wo wir aktiv werden. Letztes Jahr haben wir einen Tanz gelernt, dieses Jahr steht (Schlager-)Karaoke auf dem Programm (mir tun die Nachbarn bereits jetzt Leid, aber man muss tun, was man zum Jahreswechsel eben so tun muss …).

Nach diesem Programmpunkt kommen wir zu einer Aktivität, die ich wirklich sehr gerne mag und wegen der ich heute diesen Post verfasse. Wir sammeln Stifte und Radierer zusammen und machen es uns auf dem Wohnzimmerboden gemütlich. Dort füllen wir dann einen Jahresrückblick und einen Jahresausblick aus, jede für sich, still und leise. Ich bin ein großer Fan davon, zurückzublicken, zu überlegen, dankbar zu sein und aus dem zu lernen, was im vergangenen Jahr gut oder weniger gut lief und daraus meine Schlüsse, Vorsätze und Ideen zu ziehen, wie ich das kommende Jahr gestalten möchte. Wenn wir soweit sind, stellen wir bestimmte Punkte von unseren Aus- und Rückblicken vor und tauschen uns aus.

Dazu benutzen wir die für alle zur Verfügung gestellten Dokumente der wundervollen Website “herzstärkend“. Wenn ihr dem Link folgt und auf den Punkt “kreativ” in der Leiste oben klickt, findet ihr als allererstes die Reflexionsbögen zum Jahreswechsel auf der sich neu öffnenden Seite. Sie sind einfach runterzuladen und auszudrucken – voilà! Vielleicht ist das ja auch etwas für euch – sie sind leicht christlich angehaucht, aber nicht übermäßig, wodurch sie sich auch für weniger gläubige oder gar nicht gläubige Menschen eignen. Ich habe meine Bögen immer unter meiner Vorsatz-Wand hängen und es macht mir Freude, daraufzuschauen und am Jahresende wieder damit zu arbeiten.

Ich wünsche euch also von ganzem Herzen einen guten und sicheren Rutsch ins neue Jahr sowie einen guten Start in 2022! Ich wünsche euch, dass ihr den Übergang mit Menschen verbringen könnt, die ihr schätzt und die euch gut tun und dass ihr unbeschwert und neugierig auf das schauen könnt, was kommt. Für 2022 hoffe ich für uns alle, dass es ein gesundes Jahr wird, ohne große Katastrophen und mit vielen Anlässen zur Freude, zum Lachen und Lieben und ein Jahr, auf das wir gerne zurückblicken, aus dem wir viele freudige Erinnerungen und Augenblicke mitnehmen. Ich wünsche mir und uns, dass wir die Kraft und Ausdauer, die Möglichkeiten und die Hilfe haben, die wir brauchen, um unsere Träume zur Realität zu machen. Auf ein besseres, bunteres Jahr!

Ich freue mich darauf, euch 2022 wieder und weiter hier auf recolouringlife dabeizuhaben. Danke, dass ihr da seid!

Eine feste Umarmung von
Katha